Neues Jahr, neue IP-Prioritäten: Was Sie bei der Planung für 2026 beachten sollten

Während IP-Teams für das kommende Jahr planen, bieten die jüngsten Entwicklungen klare Signale dafür, wo Aufmerksamkeit und Ressourcen am meisten benötigt werden. Von der Entwicklung von Patent- und Markenstrategien über das wachsende öffentliche Bewusstsein für geistiges Eigentum bis hin zu entscheidenden Gerichtsstreitigkeiten über KI und Urheberrecht zeigen diese Updates, wie geistiges Eigentum auch im Jahr 2026 Innovation, Durchsetzung und Risikomanagement prägen wird. Gemeinsam bieten sie einen praktischen Kontext für die Verfeinerung von Portfolios, die Aktualisierung von Richtlinien und die Vorbereitung auf ein Jahr, in dem KI eine immer zentralere Rolle bei der Entscheidungsfindung im IP-Bereich spielen wird.

SEP-Arbeitsgruppe setzt Bemühungen des USPTO zur Unterstützung von Unterlassungsansprüchen für SEP-Inhaber fort

Das US-Patent- und Markenamt hat eine neue Arbeitsgruppe für standardessenzielle Patente (SEP) angekündigt, die mit der Entwicklung von Strategien zur Stärkung der Unterlassungsmöglichkeiten für SEP-Inhaber beauftragt ist. Dies folgt auf die jüngste Beteiligung des PTO an SEP-Fällen vor der Internationalen Handelskommission und den US-Bezirksgerichten, in denen das Amt die Gerichte ermutigt hat, anzuerkennen, dass Geldentschädigungen allein die Inhaber von SEP möglicherweise nicht angemessen entschädigen. Für IP-Manager, die sich mit Kommunikations-, Telekommunikations-, IoT- oder anderen standardbasierten Portfolios befassen, signalisiert dies eine potenzielle Verschiebung in der Durchsetzungshaltung zugunsten stärkerer Abhilfemaßnahmen. Die Teams sollten ihre SEP-Bestände überprüfen, Lizenzierungsstrategien bewerten und interne Leitlinien dafür erstellen, wie SEP-Streitigkeiten im Jahr 2026 verfolgt oder verteidigt werden könnten.

Das Madrider System 2025 im Rückblick und seine Bedeutung für die weltweite Markenanmeldung

Eine Überprüfung des Madrider Systems durch die WIPO im Jahr 2025 zeigt ein Jahr des Wandels bei globalen Markenanmeldungen und -dienstleistungen auf. Die Überprüfung verweist auf Bemühungen zur Modernisierung des Madrider Systems mit schnelleren digitalen Diensten, erweiterter Reichweite und tieferen API-Integrationen, um nationalen und regionalen Ämtern zu helfen, sich effizienter zu verbinden. Für IP-Manager, die mit einer globalen Markenstrategie betraut sind, bedeutet dies, dass der Schwerpunkt weiterhin auf der digitalen Bereitschaft und der Harmonisierung des Portfolios in den verschiedenen Rechtsordnungen liegen sollte. Die Vorbereitung auf stärker automatisierte, integrierte Anmelde- und Überwachungsprozesse kann den Verwaltungsaufwand verringern und schnellere Reaktionen auf Widersprüche oder Verlängerungen in allen wichtigen Märkten unterstützen.

KI-Urheberrechtsstreitigkeiten werden das Jahr 2026 prägen

Der Rechtsstreit darüber, ob das Trainieren von KI-Systemen auf urheberrechtlich geschütztem Material als faire Nutzung gilt, tritt 2026 vor US-Gerichten in eine entscheidende Phase. Große Technologieunternehmen wie OpenAI, Google und Meta argumentieren, dass die Verwendung urheberrechtlich geschützter Werke zum Trainieren generativer Modelle rechtlich gesehen eine Umgestaltung darstellt, während Verlage, Autoren und Unterhaltungsunternehmen dagegen vorgehen, öffentlichkeitswirksame Klagen einreichen und Schadenersatz fordern. Die ersten gerichtlichen Entscheidungen waren uneinheitlich, was zu Unsicherheiten hinsichtlich des Risikos und der Durchsetzbarkeit sowohl für Rechteinhaber als auch für Technologieentwickler führte. Für IP-Manager könnten diese Fälle einen Einfluss darauf haben, wie Sie Lizenzverhandlungen, Risikobewertungen für KI-bezogene Projekte und interne Richtlinien zur Datennutzung und zur Einhaltung von Urheberrechten in Machine-Learning-Workflows angehen.

Weltweites Bewusstsein für geistiges Eigentum nimmt zu

WIPO Pulse zeigt ein wachsendes globales Bewusstsein und Vertrauen in die Rechte des geistigen Eigentums, basierend auf den Antworten von zehntausenden von Teilnehmern weltweit. Für IP-Manager unterstützt dieser Trend stärkere Durchsetzungs- und Lizenzierungsbemühungen und unterstreicht den Wert einer klaren IP-Kommunikation. Wenn man versteht, wo das Bewusstsein wächst und wo es noch Lücken gibt, kann man den Teams dabei helfen, die Ausbildung, die Kommunikation mit den Interessengruppen und die Marktstrategien anzupassen.
Mit Blick auf die Zukunft unterstreichen diese Entwicklungen, dass die IP-Strategie im Jahr 2026 sowohl Wachsamkeit als auch Anpassungsfähigkeit erfordern wird. Da KI die Art und Weise, wie kreative Werke produziert und genutzt werden, umgestaltet, Gerichte die Grenzen des Urheberrechts klären und das öffentliche Verständnis für geistiges Eigentum weiter wächst, wird eine proaktive Planung unerlässlich sein. Die Berücksichtigung dieser Erkenntnisse kann IP-Teams dabei helfen, die Compliance zu stärken, Werte zu schützen und Portfolios so zu positionieren, dass sie Innovationen und Geschäftsziele im kommenden Jahr unterstützen.

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